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Geschichte zur Entstehung des Tennissports

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 Der Ursprung des Tennissports liegt vermutlich in nordfranzösischen Klöstern des Hochmittelalters. Eine erste Erwähnung findet sich in dem zwischen 1219-1223 vom Zisterziensermönch Caesarius von Heisterbach verfassten  Dialogus  miraculorum.

Im weiteren 13. und 14. Jahrhundert ist ein solches Ballspiel an Klöstern belegt. Es wurde ohne Schläger, ausschließlich mit der flachen Hand oder einen übergestreiften Handschuh, im Hof des Kreuzgangs gespielt.

Ab dem 15. Jahrhundert wird Tennis überwiegend mit Tennisschlägern gespielt und verbreitet sich zusehends sowohl regional sowie durch alle Bevölkerungsschichten. Tennis wurde Volkssport und zahlreiche Tennisplätze, Tennishallen im Rahmen der damaligen Verhältnisse entstehen. In den meistens dunkelfarbigen Ballhäusern spielten die Spieler, wegen dem Kontrast, mit weißer Kleidung. Daher wird Tennis auch „weißer Sport" genannt.

12 Jahre nach Gründung unseres Vereins, TSV Dachau 1865, richtete der All England Croquet and Lawn Tennis Club das erste bedeutende Tennisturnier auf Rasen aus. Wimbledon war geboren.  Die Regeln sind den heutigen schon sehr nahe.
Ab 1884 spielen übrigens auch Damen in Wimbledon. Lange weiße Kleider und Schuhe mit hohen Absätzen waren damals üblich. Bei den Herren spielte man auch in weißen langen Hosen und Hemden.

Das deutsche Tennis erlebte mit den Erfolgen von Boris Becker und Steffi Graf ab Mitte der 1980er Jahre eine ungekannte Hochphase. Becker gewann 1985 völlig überraschend als erster Deutscher das Turnier von Wimbledon und führte die deutsche Mannschaft 1988 und 1989 zu Siegen im Davis Cup. Graf gewann 1988 als bislang einzige Spielerin alle vier Grand-Slam-Turniere und das olympische Tennisturnier in Seoul – ein Erfolg, der als Golden Slam bezeichnet wird. Sie dominierte das Damentennis bis in die 1990er Jahre hinein.

Zum Schluss:  Erich Kästner beschreibt Tennis wie folgt:

"Tennis ist ein Duell auf Distanz, noch dazu das einzige Beispiel dieser Spezies. Insofern gleicht es, auf anderer Ebene, der Forderung auf Pistolen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass man sich nicht abmüht, dahin zu schießen, wo der Gegner steht, sondern möglichst dahin, wo er nicht steht. Außerdem, doch das zählt nur als Folge, ist Tennis ein höchst bewegliches Duell. Da der beste Schuss jener ist, der am weitesten danebentrifft, und da der Gegner mit der gleichen Kugel und derselben Absicht zurückschießt, lautet der wichtigste Tennislehrsatz: Laufen können ist die Hauptsache. Wer die unermüdliche Fähigkeit besitzt, rechtzeitig und in der richtigen Stellung am Ball zu sein, wird auch den schlagstärksten Gegner am Ende besiegen“.