Grußworte
Es ist ein außergewöhnliches Projekt: Unter dem Motto „Sport verbindet“ laufen 40 Sportlerinnen und Sportler aus Polen und Deutschland gemeinsam von Dachau nach Oświęcim/Auschwitz. Ziel dieses Staffellaufs ist es zu erinnern: vor 80 Jahren wurden das KL Auschwitz und KZ Dachau befreit und der Zweite Weltkrieg beendet.
Diese 80 Jahre Friedenszeit in Polen und Deutschland sind sehr kostbar und leider nicht mehr so selbstverständlich. In Zeiten wachsender globaler Spannungen sind sie ein Anlass für Dankbarkeit und Gedenken, aber auch Mahnung für die Zukunft. Die Landkreise Dachau und Oświęcim/Auschwitz waren im Zweiten Weltkrieg die Zeugen des schlimmsten Verbrechens gegen die Menschlichkeit in der Geschichte. Wir, die Landräte dieser Partnerlandkreise, wissen, wohin Hass, Menschenfeindlichkeit und Intoleranz führen Können. Freiheit, Demokratie und Frieden – für diese Werte gibt es keine Alternative und es liegt an uns, dass wir sie im Sinne der Botschaft „Nie wieder!“ schützen.
Es gibt viele Möglichkeiten, die Erinnerungsarbeit im Sinne der Völkerverständigung auszuüben. Ein Staffellauf ist eine davon. Mit Sicherheit wird es auf und neben der Strecke viele Berührungspunkte und Möglichkeiten zum Austausch geben. Lassen Sie sich von dieser besonderen Initiative begeistern und inspirieren.
Stefan Löwl, Landrat von Dachau
Andrzej Skrzypinski, Landrat von Oświęcim
Ich möchte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser einzigartigen Reise von Dachau nach Auschwitz sowie all diejenigen, die diese Reise möglich gemacht haben, herzlich grüßen.
Eure Präsenz und Euer Engagement für dieses besondere Ereignis sind nicht nur ein Ausdruck des Respekts gegenüber den Opfern der Shoah, Auschwitz, Dachau und aller anderen deutschen nationalsozialistischen Konzentrationslager, sondern auch eine sichtbare Erinnerung an die Notwendigkeit, Frieden und Verständnis aufzubauen.
Ich danke Euch, dass Ihr durch Euer Engagement den Opfern gedenkt, die in jener schrecklichen Zeit gelitten haben. Danke, dass Ihr beweist, dass wir nur durch das Zusammenbringen unserer Kräfte gemeinsam Brücken zwischen Menschen, Gemeinschaften und Nationen bauen können.
Andrzej Kacorzyk
Direktor
Internationales Bildungszentrum über Auschwitz und den Holocaust
Es ist mir eine Ehre, dass das Max Mannheimer Studienzentrum die Schirmherrschaft für den Staffellauf von Dachau nach Oświęcim/Auschwitz innehat. Max Mannheimer, unser Namensgeber, überlebte die nationalsozialistischen Lager in beiden Städten und setzte sich zeitlebens für Erinnerung und Versöhnung ein. Im Jahr der 80. Wiederkehr der Befreiung der Lager Auschwitz und Dachau zeigt dieser Lauf die Verbundenheit durch unsere Landkreispartnerschaft auf. Er ist ein bedeutendes Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und der Verständigung zwischen unseren Nationen. Gemeinsam erinnern wir uns an die Vergangenheit und setzen ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und Hass und für eine Zukunft, die von Toleranz und Respekt geprägt ist. Mein Dank gilt all jenen, die diesen wichtigen Anlass unterstützen und ermöglichen.
Felizitas Raith
Pädagogische Leitung
Max Mannheimer Studienzentrum